Alpakawollmühle - aus der Natur etwas Kostbares machen


Tipps für ein perfektes Garn

Egal ob Alpaka, Lama, Angora, Hunde, Kaschmir, Merino… wir verarbeiten Ihre Faser sehr gerne und möchten gemeinsam mit IHNEN das Beste aus Ihrer Faser heraus arbeiten!


Als kleine Hilfestellung geben wir Ihnen hier ein paar Tipps für die ideale Vorbereitung Ihrer Faser:


FASERVERARBEITUNG BEGINNT SCHON VOR DER SCHUR!!!




1. Planung ist Alles! Planen Sie Ihre Schur sorgfältig und gut. Das erspart einiges an Stress für Sie und auch Ihren Tieren.

2. Die Scherfläche sollte groß genug sein, damit eine kontinuierliche und saubere Arbeit gewährleistet ist und eine gute Kommunikation zwischen Scherer und Fasersortierung stattfinden kann.

3. Der Scherplatz muss trocken und sauber sein! Scheren Sie NIEMALS nasse Tiere! Die Tiere müssen in Farben geschoren werden. Das heißt es muss von weiß begonnen werden, weitergehend zu den dunklen Farben. Somit können ungewollte Farbkontaminierungen vermieden werden.

4. Versuchen Sie Ihre Tiere vor dem Scheren vom groben Schmutz und Futterverunreinigungen zu befreien. Es sei erwähnt, dass manche Züchter ihre Tiere direkt vor dem Scheren mit einem Kompressor mit speziellem Aufsatz ausblasen oder die Faser am Tier aussaugen. Für die Verarbeitung der Faser bringt dies gewisse Vorteile. Jedoch steht das Wohlbefinden des Tieres immer im Vordergrund und sollte beachtet werden!

5. Scheren Sie Ihr Tier genau nach Qualitäten und trennen Sie diese gleich bei der Schur.
Hier gilt das Motto: "Weniger ist mehr"! Das heißt, bitte nur Fasern von einer Qualität und einer Faserlänge kommen in einen Sack!

Dies erspart später viel Zeit und Aufwand und sorgt für ein tolles Endprodukt (gleichmäßiges Garn). Ein späteres Auseinandersortieren, wenn das Vlies einmal in einem Sack war ist sehr schwer möglich. Vermeiden Sie unnötiges nachscheren – dies verursacht Second Cuts, die die Qualität des Endproduktes enorm verschlechtert.


Qualitätszonen beim Alpaka



1. Beste Qualität: Diese Faser wird auch Decke genannt. Hier befindet sich die beste, softeste und längste Faser eines Tieres. Verarbeitungsmöglichkeit: Garn für Bekleidung, feine Decken…

2. Zweite Qualität: Diese Faser ist etwas kürzer und gröber als die erste Qualität und kann teilweise mehr Grannenhaare beinhalten. Verarbeitungsmöglichkeit: Sockengarn, Handschuhgarn, Filz, Inlet für Bettdecken und Pölster…

3. Dritte Qualität: Diese Faser ist die grobe, ungleichmäßigste und verschmutzteste Faser am Tier. Verarbeitungsmöglichkeit: Teppichgarn, Filz… Manchmal ist diese Qualitätsstufe auch einfach nur noch für den Müll bestimmt.


REINIGEN DER FASER VOR DER VERARBEITUNG!

    
      Nicht gereinigte Faser



1. Breiten Sie die geschorene Faser auf einem grobmaschigen Sortiertisch aus.

2. Schütteln Sie die Faser so aus, dass grobe Heu, Strohteile und weitere Verunreinigungen herausfallen.

3. Entfernen Sie alle noch übrigen Verunreinigungen sowie Second cuts und Grannenhaare von Hand. Je sauberer Sie arbeiten desto besser und Qualitativ hochwertiger wird das Endprodukt werden.

4. Verpacken Sie Ihre Faser niemals in geschlossenen Plastiktüten oder Plastikbehältern. Faser sollte atmungsaktiv und dunkel gelagert werden. Zur Verarbeitung bestimmte Faser darf nicht älter als 2 Jahre sein. Danach wird Faser spröde und kann teilweise nicht mehr verarbeitet werden.



Die Qualität bei der Verarbeitung ist immer abhängig vom Ausgangsprodukt!

Sehr gern bieten wir Ihnen die Möglichkeit ihre Fasern zu mischen. Vielleicht möchten Sie verschiedenfarbige Fasern von ihren Tieren miteinander vermischen oder ausprobieren wie sich ihre Faser mit Seide, Kaschmir, Merino, Angora, oder anderen Beimengungen vermischt anfühlt. Gerne nehmen wir uns die Zeit Sie zu beraten und Neues mit Ihnen auszuprobieren.



    
     Endprodukt nach gründlicher Schur und sorgfälltiger Vorreinigung

    
     Endprodukt nach gründlicher Schur und schlechter Vorreinigung

    
     Endprodukt (Garn rechts) wenn Second Cuts und verschiedene Faserlängen
     im Ausgangsprodukt waren